Inbetriebnahme¶
Die erste Inbetriebnahme sollte ohne Werkstücke erfolgen. Nach erfolgreicher Erstinbetriebnahme kann ein Probelauf mit Werkstücken erfolgen.
Warnung
Vor dem ersten Einschalten ohne angeschlossenen Antrieb ist zu prüfen, dass
die verwendete Stromversorgung den Anschlussdaten des verwendeten Steuergerätes entspricht
die Komponente keine Beschädigungen aufweist
die Komponente ordnungsgemäß befestigt und ausgerichtet wurde
die Komponente ordnungsgemäß in die Gesamtanlage integriert und korrekt ausgerichtet wurde, frei steht, bei Schwingung keine anderen Gegenstände berührt und die Übergänge zu weiteren Komponenten störungsfrei sind
alle elektrischen und mechanischen Schutz- und Sicherheitseinrichtungen einwandfrei funktionieren
bei der Erstinbetriebnahme, der Inbetriebnahme nach Reparaturarbeiten oder dem Austausch von Steuergeräten / Antrieben, die minimale Leistung am Steuergerät eingestellt ist
Warnung
Vor dem ersten Einschalten mit angeschlossenem Antrieb ist zu prüfen, dass
alle Transportsicherungen entfernt wurden
sich keine Werkstücke im System befinden und Verschmutzungen entfernt wurden
das Anschlusskabel korrekt an das Steuergerät angeschlossen wurde
das Steuergerät entsprechend der Vorgabe eingestellt wurde
Bemerkung
Medienversorgung
Eine ausreichende und stabile Versorgung mit allen notwendigen Medien (Strom, Druckluft etc.) ist sicherzustellen und zu prüfen.
Bemerkung
Komplettsysteme
Bei Steuergeräten, die als komplett eingerichtetes System inkl. Antrieben und Transportschiene ausgeliefert werden, ist bereits ab Werk die optimale Förderleistung eingestellt. Im Falle eines Drehknopfes am Steuergerät ist diese auf der Skala mit einem roten Pfeil gekennzeichnet.
Netzspannung umschalten¶
Warnung
Das SCU2000 ist für den Betrieb an 230V, 50/60Hz als auch an 115V, 50/60Hz ausgelegt. Die jeweilige Betriebsspannung muss über den Wahlschalter im Gerät eingestellt werden.
Bemerkung
Bei Auslieferung sind die Geräte auf die, bei der Bestellung angegebene, Netzspannung eingestellt. Sollte eine Umstellung nötig sein, folgen Sie den weiteren Anweisungen.
Gefahr
Arbeiten an elektrischen Geräten dürfen nur von einer Elektrofachkraft oder von unterwiesenen Personen unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft gemäß den elektrotechnischen Regeln vorgenommen werden! Eine falsche Einstellung der Netzspannung kann eine elektrische oder mechanische Beschädigung des Steuergerätes oder des Schwingantriebs nach sich ziehen.
Warnung
Nach Umstellen der Netzspannung ist das Steuergerät mit größter Sorgfalt in den ursprünglichen Zustand zu bringen, da sonst die Betriebserlaubnis bzw. die Gewährleistung des Herstellers erlischt! Umgestellte Geräte sollten auffällig gekennzeichnet werden, um Verwechselungen zu vermeiden.
- Um die Netzspannung umzuschalten sind folgende Schritte durchzuführen:
Gerät vom Netz trennen
Linke Geräteseite vorsichtig öffnen
Den Wahlschalter auf der Platine in entsprechende Stellung bringen
Linke Geräteseite schließen
Gerät ans Netz anschließen
Probelauf
Betriebsarten¶
Die Betriebsart muss entsprechend der Auslegung des Antriebes gewählt werden. RNA - Schwingantriebe sind mechanische Federschwinger, die je nach Gewicht und / oder Baugröße auf eine Schwingfrequenz nahe der Netzfrequenz oder nahe der doppelten Netzfrequenz eingerichtet werden.
Daher sind 2 Betriebsarten möglich.
Netzfrequenz 50 Hz |
Netzfrequenz 60 Hz |
|
Betriebsart 1 Halbwellenbetrieb
Der Schwingantrieb arbeitet mit der Netzfrequenz
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Schwingfrequenz
50 Hz \(≙\) 3000 min \(⁻¹\)
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Schwingfrequenz
60 Hz \(≙\) 3600 min \(⁻¹\)
|
Betriebsart 2 Vollwellenbetrieb
Der Schwingantrieb arbeitet mit der doppelten Netzfrequenz
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Schwingfrequenz
100 Hz \(≙\) 6000 min \(⁻¹\)
|
Schwingfrequenz
120 Hz \(≙\) 7200 min \(⁻¹\)
|
Wichtig
- Die Auswahl der Betriebsart erfolgt durch eine Drahtbrücke im Antriebsstecker, zwischen Pin 3 und 4
entfällt bei 50/60 Hz
erforderlich bei 100/120 Hz
Warnung
Eine falsche Einstellung der Betriebsart kann zur Beschädigung der Komponente und Gefährdung von Personen führen.
Bemerkung
RNA-Schwingantriebe werden immer mit einem Stecker ausgeliefert, der bereits eine Betriebsartkodierung enthält. Die Stecker werden entsprechend ihrer Kodierung farblich gekennzeichnet. Weitere Informationen dazu sind in der Betriebsanleitung des jeweiligen Schwingantriebes zu finden.
Ausgangsspannung prüfen¶
In einigen Fällen kann es nötig sein, den Ausgangsstrom bzw. die Ausgangsspannung zu messen. Dies ist nicht zwingend erforderlich.
Gefahr
Diese Messung erfordert den Einsatz qualifizierten Fachpersonals. Nach der Messung ist das Steuergerät mit größter Sorgfalt in den ursprünglichen Zustand zu bringen, da sonst die Betriebserlaubnis erlischt!
Bemerkung
Das Messgerät muss für Echt-Effektivwert-Messung (True-RMS) ausgelegt sein, andere Messgeräte zeigen Zufallswerte an. Die Ausgangsspannung kann nur bei angeschlossenen Schwingantrieb gemessen werden! Der Laststecker muss eingesteckt sein, da sonst unter Umständen in der falschen Betriebsart gemessen wird.
Das Messen der Ausgangsspannung und des Ausgangsstroms wird mit Hilfe des Messadapters ESZ-02 (siehe Zubehör) wesentlich vereinfacht. Der Messadapter ist mit entsprechenden Steckern ausgerüstet, und kann so sehr einfach zwischen Steuergerät und Schwingantrieb geschaltet werden. Durch den Einsatz von Dreheisenmessinstrumenten, ist die Messung des Echten Effektivwertes sichergestellt.
Anschlussmöglichkeiten¶
Externe Freigabe¶
In der Werkseinstellung wird der Antrieb mit dem Zuschalten der Netzspannung ein-/ ausgeschaltet. Über die externe Freigabe besteht die Möglichkeit den Antrieb durch eine übergeordnete Steuerung zu steuern.
Bemerkung
Bis zur Seriennummer AA889494 wurden die Steckverbinder „X21“ und „X22“ mit Buchsen ausgeführt. Die Pin-Belegung ist in beiden Ausführungen identisch.
Die Signale werden am Stecker X21 zur Verfügung gestellt. Dabei ist die Belegung des verpolungssicheren Einganges zu beachten.
Der Pegel des Freigabesignals muss 16…30 V DC betragen.
-X21: Stecker (M8, 4polig) |
|
|---|---|
Pin 1 |
nicht belegt |
Pin 2 |
nicht belegt |
Pin 3 |
GND (extern) |
Pin 4 |
Freigabe |
Anschließend ist die Freigabe im Parametermenü einzustellen.
Wichtig
Die Kabellänge darf nicht mehr als 10m betragen. Das Kabel nicht in unmittelbarer Nähe zu energiereichen Schalteinrichtungen oder starken Störfeldern verlegen.
Statusausgänge¶
Die Komponente vom Typ SCU2000 stellt zwei verschiedene Statusmeldungen zur Verfügung:
BEREIT: Das Signal wird parallel zum Netzschalter ein- und ausgeschaltet
AKTIV Das Signal wird parallel zum Leistungsausgang des Steuergeräts ein- und ausgeschaltet
Bemerkung
Bis zur Seriennummer AA889494 wurden die Steckverbinder „X21“ und „X22“ mit Buchsen ausgeführt. Die Pin-Belegung ist in beiden Ausführungen identisch.
Die Signale werden am Stecker X22 zur Verfügung gestellt. Dabei ist die Belegung der verpolungssicheren potentialfreien Ausgänge zu beachten.
-X22: Stecker (M8, 4polig) |
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|---|---|
Pin 1 |
24V DC (extern) |
Pin 2 |
Bereit |
Pin 3 |
nicht belegt |
Pin 4 |
Aktiv |