Inbetriebnahme

Die erste Inbetriebnahme sollte ohne Werkstücke erfolgen. Nach erfolgreicher Erstinbetriebnahme kann ein Probelauf mit Werkstücken erfolgen.

Warnung

Vor dem ersten Einschalten ohne angeschlossenen Antrieb ist zu prüfen, dass

  • die verwendete Stromversorgung den Anschlussdaten des verwendeten Steuergerätes entspricht

  • die Komponente keine Beschädigungen aufweist

  • die Komponente ordnungsgemäß befestigt und ausgerichtet wurde

  • die Komponente ordnungsgemäß in die Gesamtanlage integriert und korrekt ausgerichtet wurde, frei steht, bei Schwingung keine anderen Gegenstände berührt und die Übergänge zu weiteren Komponenten störungsfrei sind

  • alle elektrischen und mechanischen Schutz- und Sicherheitseinrichtungen einwandfrei funktionieren

  • bei der Erstinbetriebnahme, der Inbetriebnahme nach Reparaturarbeiten oder dem Austausch von Steuergeräten / Antrieben, die minimale Leistung am Steuergerät eingestellt ist

Warnung

Vor dem ersten Einschalten mit angeschlossenem Antrieb ist zu prüfen, dass

  • alle Transportsicherungen entfernt wurden

  • sich keine Werkstücke im System befinden und Verschmutzungen entfernt wurden

  • das Anschlusskabel korrekt an das Steuergerät angeschlossen wurde

  • das Steuergerät entsprechend der Vorgabe eingestellt wurde

Bemerkung

Medienversorgung

Eine ausreichende und stabile Versorgung mit allen notwendigen Medien (Strom, Druckluft etc.) ist sicherzustellen und zu prüfen.

Bemerkung

Komplettsysteme

Bei Steuergeräten, die als komplett eingerichtetes System inkl. Antrieben und Transportschiene ausgeliefert werden, ist bereits ab Werk die optimale Förderleistung eingestellt. Im Falle eines Drehknopfes am Steuergerät ist diese auf der Skala mit einem roten Pfeil gekennzeichnet.

Betriebsarten

Die Schwingfrequenz muss entsprechend der Auslegung des Antriebes gewählt werden. RNA - Schwingantriebe sind mechanische Federschwinger, die je nach Gewicht und / oder Baugröße auf eine Schwingfrequenz nahe der Netzfrequenz oder nahe der doppelten Netzfrequenz eingerichtet werden.

Daher sind 2 Betriebsarten möglich.

Netzfrequenz 50 Hz

Netzfrequenz 60 Hz

Betriebsart 1
Der Schwingantrieb arbeitet mit der Netzfrequenz
Schwingfrequenz
50 Hz \(≙\) 3000 min \(⁻¹\)
Schwingfrequenz
60 Hz \(≙\) 3600 min \(⁻¹\)
Betriebsart 2
Der Schwingantrieb arbeitet mit der doppelten Netzfrequenz
Schwingfrequenz
100 Hz \(≙\) 6000 min \(⁻¹\)
Schwingfrequenz
120 Hz \(≙\) 7200 min \(⁻¹\)

Gefahr

Eine falsche Einstellung der Schwingfrequenz, kann zur Beschädigung der Komponente und Gefährdung von Personen führen!

Bemerkung

RNA-Schwingantriebe werden immer mit einem Stecker ausgeliefert, der bereits eine Betriebsartkodierung enthält. Die Stecker werden entsprechend ihrer Kodierung farblich gekennzeichnet. Weitere Informationen dazu sind in der Betriebsanleitung des jeweiligen Schwingantriebes zu finden.

Ausgangsspannung prüfen

In einigen Fällen kann es nötig sein, den Ausgangsstrom bzw. die Ausgangsspannung zu messen. Dies ist nicht zwingend erforderlich.

Gefahr

Warnung vor elektrischer Spannung Diese Messung erfordert den Einsatz qualifizierten Fachpersonals. Nach der Messung ist das Steuergerät mit größter Sorgfalt in den ursprünglichen Zustand zu bringen, da sonst die Betriebserlaubnis erlischt!

Bemerkung

Das Messgerät muss für Echt-Effektivwert-Messung (True-RMS) ausgelegt sein, andere Messgeräte zeigen Zufallswerte an. Die Ausgangsspannung kann nur bei angeschlossenen Schwingantrieb gemessen werden! Der Laststecker muss eingesteckt sein, da sonst unter Umständen in der falschen Betriebsart gemessen wird.

Das Messen der Ausgangsspannung und des Ausgangsstroms wird mit Hilfe des Messadapters ESZ-02 (siehe Zubehör) wesentlich vereinfacht. Der Messadapter ist mit entsprechenden Steckern ausgerüstet, und kann so sehr einfach zwischen Steuergerät und Schwingantrieb geschaltet werden. Durch den Einsatz von Dreheisenmessinstrumenten, ist die Messung des Echten Effektivwertes sichergestellt.

Anschlussmöglichkeiten

Warnung

Es dürfen keine externen 24V an die Potentialausgänge des Steuergeräts angeschlossen werden.

Externe Freigabe

In der Werkseinstellung wird der Antrieb mit dem Zuschalten der Netzspannung ein-/ ausgeschaltet. Über die externe Freigabe besteht die Möglichkeit den Antrieb durch eine übergeordnete Steuerung zu steuern.

Das Signal wird am Stecker X21 oder auf der Klemmleiste X6 zur Verfügung gestellt.

-X21: Stecker (M12, 4polig)

Pin 3

GND (extern)

Pin 4

Freigabeeingang

-X6: Klemmleiste

Pin 1

Freigabeeingang

Pin 2

24V DC

Die Freigabe kann durch ein externes 24V Signal an X21 erfolgen oder mit Hilfe eines potentialfreien Kontakts auf der internen Klemmleiste X6.

Anschließend ist die Freigabe im Parametermenü einzustellen.

Wichtig

Die Kabellänge darf nicht mehr als 10m betragen. Das Kabel nicht in unmittelbarer Nähe zu energiereichen Schalteinrichtungen oder starken Störfeldern verlegen.

Statusausgänge

Das SCF2000 stellt zwei verschiedene Bereit-Statusmeldungen zur Verfügung.

  • PASSIV: Das Signal wird parallel zum Netzschalter ein- und ausgeschaltet

  • AKTIV: Das Signal liegt an, wenn das Gerät an ist und nicht über die Off-Taste abgeschaltet wurde.

Das Signal wird am Stecker X21 zur Verfügung gestellt.

-X21: Stecker (M12, 4polig)

Pin 1

24 V DC(extern)

Pin 2

Statusausgang

Darüber hinaus steht intern ein Aktiv-Statussignal zur Verfügung. Dieser schaltet parallel zum Leistungsausgang des Steuergeräts. Das Signal wird auf der Klemmleiste X6 zur Verfügung gestellt.

-X6: Klemmleiste

Pin 3

24 V DC(extern)

Pin 4

Statusausgang

Ventilausgang

Das SCF2000 verfügt über einen 24 V DC Ausgang zur Steuerung eines 24 V/ 200 mA DC Ventils. Die Signale werden am Stecker X31 zur Verfügung gestellt.

-X31: Buchse (M12, 5polig)

Pin 1

nicht belegt

Pin 2

nicht belegt

Pin 3

GND (intern)

Pin 4

Ventilausgang (24V DC)

Pin 5

PE

„Ein“ mit Fördererstart, „Aus“ nach Fördererstopp. In den Parametern kann eine Vor- und eine Nachlaufzeit eingestellt werden.

Wichtig

Es dürfen keine externen 24V an die Potentialausgänge des Steuergeräts angeschlossen werden.

Sollte die Verwendung eines 110/230V Ventils nötig sein, kann dies über die interne Klemmleiste X4 angesteuert werden. Dazu einen der Relaisanschlüsse mit der Phase (110/230V) auf der Klemmleiste verbinden und das Ventil mit dem Neutral- und dem zweiten Relaisanschluss anklemmen.

-X4: Klemmleiste

Pin 1

Phase

Pin 2

Phase

Pin 3

Neutral

Pin 4

Neutral

Pin 5

PE

Pin 6

PE

Pin 7

Relaisanschluss 1

Pin 8

Relaisanschluss 2

Sensoranschluss

Das SCF2000 verfügt über zwei Sensoreingänge zur Überwachung des Materialstandes in einer Staustrecke oder von Füllständen. Das Signal wird am Stecker X11 - Sensor 1 bzw. X12 - Sensor 2 zur Verfügung gestellt.

-X11/ X12: Buchse (M8, 3polig)

Pin 1

24 V DC (intern)

Pin 3

GND (intern)

Pin 4

Sensoreingang

Über interne, einstellbare Zeitstufen wird der Ausgang in Abhängigkeit von dem über einen Materialsensor gemessenen Materialstand EIN- bzw. AUS-geschaltet. Der Füllstand des Fördergutes pendelt so um die Position des Materialsensors. Der Ausgang des Steuergerätes wird eingeschaltet, wenn das Fördergut den Füllstand unterschreitet und die eingestellte Einschaltverzögerungszeit für den Füllstandssensor abgelaufen ist. Wird eine ausreichend große Menge an Bauteilen durch den Füllstandsensors detektiert, wird nach Ablauf der Ausschaltverzögerung der Ausgang des Steuergerätes abgeschaltet. Lücken im Fördergutfluss setzen die Zeitstufen jeweils wieder zurück. Die Zeiten werden immer vom letzten bzw. ersten Fördergutteil bestimmt. Die Ein- bzw. Ausschaltverzögerungszeit wird im Programmiermenü eingestellt.

Schwingweitensensor

Das SCF2000 verfügt über einen Sensoreingang zum Anschluss eines Schwingweitensensors. Die Signale werden am Stecker X14 zur Verfügung gestellt.

-X14: Buchse (M12, 5polig)

Pin 1

24 V DC (intern)

Pin 2

Sensoreingang

Pin 3

GND (intern)

Pin 4

nicht belegt

Pin 5

nicht belegt

Externe Sollwertvorgabe

Das SCF2000 verfügt über die Möglichkeit extern einen Sollwert vorzugeben 0..10VDC oder 4..20mA. Dazu muss das rechte Seitenmodul abgeschraubt werden und einer der Blindstopfen durch eine Kabeldurchführung ersetzt werden. Anschließend kann die Leitung an den entsprechenden Klemmen angeschlossen werden.

Klemmen

1

Analogeingang

2

GND

Der Sollwert für die Förderleistung kann auch über eine externe Führungsgröße 0..10VDC, 4..20mA, oder über ein Potentiometer 10kOhm vorgegeben werden. Bei externem Sollwert muss im Menü „Förderer“ der Parameter „externer Sollwert“ aktiviert werden. Minimaler Ausgangswert bei externem Sollwert „0“: Vor Umschalten auf externen Sollwert den gewünschten Minimalwert mit den „Pfeiltasten“ einstellen, dann Umschalten auf externen Sollwert. Der eingestellte Wert wird als Minimum für den Sollwert „0“ übernommen.

Erste Schritte

Vorabprüfung

  • Örtliche Netzspannung stimmt mit der des Gerätes überein (Typenschildangabe)

  • Anschlusswert des Fördergerätes liegt in dem zulässigen Leistungsbereich

  • Steuergerät ist korrekt angeschlossen

  • Bei den Anwendungsfällen, die ein häufiges Ein- und Ausschalten des Förderers erfordern, muss der dafür vorgesehene Freigabeeingang des Steuergerätes genutzt werden. Durch das Auftrennen des Netzkreises oder des Laststromkreises mit einem Schütz oder Schalter, kann das Gerät Schaden nehmen.

  • Von der Eingangsspannung unabhängig, liegt die Ausgangsspannung des Umrichters, im Auslieferungszustand bei 205 V AC.

  • Bei Verwendung von 110V AC-Magneten, muss die Ausgangsspannung mit Parameter: „UMax“ begrenzt werden, andernfalls kann es zur Zerstörung von Magnet und Antrieb bzw. Schwingförderer führen. Ebenso muss nach Rücksetzen auf Werkseinstellungen der Parameter „Umax“ kontrolliert werden.

  • Nach Lagerung von einem Jahr, müssen die internen Zwischenkreiskondensatoren formiert werden. Dazu das SCF2000 für 60 Minuten ohne Last mit der Netzspannung versorgen. Bei Lagerung von mehr als einem Jahr, muss die Formierung durch den Hersteller erfolgen. Die Nichtbeachtung der Formierungsvorschriften, kann zur Zerstörung des Systems führen.

Hinweise

Resonanzfrequenz

Bei dem Steuergerät ist es möglich, die Resonanzfrequenz des angeschlossenen Fördergerätes einzustellen. Eine geringe Sollwertvorgabe kann zur vollen Aussteuerung des Förderers führen, deswegen muss entsprechend vorsichtig vorgegangen werden, damit durch Anschlagen des Fördergerätes kein Schaden entsteht. Der Bereich der Resonanzfrequenz ist in der Praxis ohne Rückführung der Beschleunigung und Regelung der Antriebsfrequenz nicht nutzbar. Da die Resonanzfrequenz von Faktoren wie Beladung, Temperatur usw. abhängt, wäre das Fördergerät nicht belastbar und unkontrollierbar. Es muss ein gewisser Frequenzabstand (1 bis 2Hz) zur Resonanzfrequenz eingestellt werden. Der Frequenzabstand kann sowohl unterhalb als auch oberhalb der Resonanzfrequenz liegen. Eine unterkritische Abstimmung ist zu bevorzugen. Dieser Frequenzabstand muss vom Anwender bestimmt werden, da bei unterschiedlichen Förderern andere Verhältnisse herrschen.

Resonanzfrequenzen

Aufgrund des Aufbaus des Feder-Masse-Systems der Fördergeräte kann das System auf mehreren Schwingfrequenzen in Resonanz gehen. Die zusätzlichen Resonanzpunkte liegen auf einem Vielfachen der gewollten Frequenz. Zur Inbetriebnahme des Regelbetriebs, siehe Inbetriebnahme des Regelbetriebs mit Schwingweitensensor

Arbeitsfrequenz der eingesetzten Magnete

Da bei kleinen Frequenzeinstellungen möglicherweise der Strom durch den Magnet ansteigt, sollte bei erstmaliger Anwendung der Strom im Magnetkreis mit einem Effektivwertmessgerät (True-RMS) überprüft werden, bzw. die Wärmeentwicklung am Magnet überwacht werden. Um eine zu hohe Stromaufnahme und dadurch u.U. eine Überlastung der Magnete zu vermeiden, muss darauf geachtet werden, dass die Magnete auch für die entsprechende Arbeitsfrequenz ausgelegt sind.

Messung von Ausgangsspannung und Strom

Da es sich bei dem Geräteausgang um einen elektronischen Wechselrichter mit pulsweitenmodulierten Schaltsignalen handelt, können die Spannungs- und Stromwerte nicht mit jedem üblichen Messgerät gemessen werden. Zum Messen dieser Werte müssen Effektivwertmessgeräte (True-RMS) z.B. Dreheisenmessgeräte (analoge Zeigerinstrumente) verwendet werden. Siehe auch: Ausgangsspannung prüfen.

Inbetriebnahme des manuellen Betriebs (ohne Schwingweitensensor)

  1. Schwingfrequenz des Fördergerätes feststellen

  2. Leistung des Fördergerätes (max. und min. zulässige Stromaufnahme) feststellen

Beides findet man in der Betriebsanleitung zum Förderer oder auf dem Typenschild des Förderers.

Bemerkung

Bei unbekannter Voreinstellung des Steuergerätes dieses auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Dazu das Steuergerät ohne angeschlossenen Förderer einschalten, Menüpunkt „Service“ anwählen, Parameter „Werkseinstellungen“ aktivieren und mit Pfeiltaste bestätigen.

Rundförderer und Linearförderer sind auf Grund ihres mechanischen Aufbaus gegen Beschädigung nur durch sachgemäßen Betrieb zu schützen. Die elektrischen Betriebsbedingungen müssen daher an das Schwingsystem angepasst sein. Wenn die Erregerfrequenz mehr als -3Hz / +6Hz von der in der Anleitung des Antriebs angegebenen Schwingfrequenz bei Netzbetrieb (50Hz oder 100Hz) abweicht, müssen Federn ein- oder ausgebaut werden.

Bemerkung

Voraussetzung für gleichbleibende und stabil arbeitende Laufleistung ist die gleichmäßige Gewichtsverteilung am Fördertopf (Auswuchtung). Die ausgewogene Bestückung des Federpaketes ist ausführlich in den Betriebsanleitungen zu den Schwingförderern und Linearförderern aufgezeigt.

Grundeinstellung

  • Förderer anschließen

  • Frequenz einstellen (s. Daten des Förderers), Menü „Frequenz“, Parameter „Freq.“.

  • Stromgrenze einstellen/prüfen (s. Daten des Förderers). Menü „Kanal“, Parameter „I_max“ .

  • Förderer einschalten, grüne Starttaste drücken

  • Sollwert erhöhen, Förderer beobachten, Lauf prüfen

  • Maximalen Sollwert einstellen, prüfen ob Leistung begrenzt werden muss (z. B. beim Anschlagen des Förderers, eventuell Einstellung mechanisch korrigieren).
    Wenn notwendig, Begrenzung wie folgt einstellen:
    • Sollwert auf „0“ stellen

    • Im Menü „Kanal“ den Parameter „Max. Amp.“ (Maximalbegrenzung) auf 50 setzten

    • Sollwert auf 100 % stellen

    • Maximalbegrenzung „Max. Amp.“ von 50% an erhöhen, bis maximale Amplitude erreicht ist

    • Jetzt kann der volle Sollwertbereich 0…100 % genutzt werden

Weitere Einstellungen z.B. Sanftanlauf, Verzögerungszeiten, usw. sind anlagenspezifisch einzustellen.

Manuelle Einstellung der Schwingfrequenz

Das Einstellen der Ausgangsfrequenz muss unbedingt bei kleiner Sollwertvorgabe erfolgen, da sich bei Treffen der Resonanzfrequenz schon bei wenig Ausgangsspannung eine große Schwingweite einstellen kann. Um die Resonanzfrequenz genau zu ermitteln, muss ein analoges Zeiger-Effektivwert-Strommessgerät (Dreheisen Messgerät) in die Ausgangsleitung geschaltet werden. Dann die Frequenz in kleinen Schritten verändern.

Bemerkung

Die Resonanzfrequenz ist bei maximaler Schwingamplitude und minimalem Ausgangsstrom erreicht. Um einen stabilen, belastungsunabhängigen Förderbetrieb zu erreichen, muss die eingestellte Betriebsfrequenz ca. 1…2 Hz ober- oder unterhalb der ermittelten Resonanzfrequenz liegen.

Dieser Frequenzabstand muss vom Anwender bestimmt werden, da bei unterschiedlichen Förderern andere Verhältnisse herrschen.

Inbetriebnahme des Regelbetriebs (mit Schwingweitensensor)

Wichtig

  • Vor Inbetriebnahme des Regelbetriebes ist eine Grundeinstellung des Vibrationsantriebes durchzuführen. Die Vorgehensweise zur Grundeinstellung ist in der Betriebsanleitung zum Vibrationsförderer beschrieben.

  • Eine Inbetriebnahme im manuellen Betrieb muss stattgefunden haben.

  • Der Schwingweitensensor muss ordnungsgemäß montiert und angeschlossen sein.

  • Es dürfen keine Fremdschwingungen von anderen Maschinen o.ä. vorhanden sein.

  • Der Förderer muss leer sein.

Bemerkung

Eignung für Regelbetrieb

  • In den weitaus meisten Fällen wird es nicht notwendig sein, einen Vibrationsförderer mit einer Schwingweitenregelung auszurüsten. Aber bei schweren Teilen, hoher Förderleistung usw. kann es notwendig sein die Schwingweitenregelung einzusetzen, um eine gleichmäßige Förderleistung zu erreichen.

  • Der Regelbetrieb ist in erster Linie für Linearförderer und Bunker gedacht. Aber hier ist zu beachten, dass kleine Linearförderer nicht für den Betrieb mit einem Schwingweitensensor geeignet sind.

  • Auch kleinere Rundförderer sind für den Betrieb mit Schwingweitensensor nicht geeignet.

  • Da bei Rundförderern aber oft die korrekte Montage des Schwingweitensensors schwierig ist, empfehlen wir bei Rundförderern das Steuergerät ESR2500/ESR2800. Dieses Steuergerät ist in der Lage nach einem Kalibrierungslauf auch ohne Schwingweitensensor die Laufgeschwindigkeit konstant zu halten.

Hinweise zum Regelbetrieb

Im Regelbetrieb wird der Vibrationsförderer auf seiner Resonanzfrequenz betrieben. In der Praxis ist der Bereich der Resonanzfrequenz ohne Rückführung der Beschleunigung und Regelung der Antriebsfrequenz aber nicht nutzbar. Da die Resonanzfrequenz von Faktoren wie Beladung, Temperatur usw. abhängt, wäre das Fördergerät nicht belastbar und nicht kontrollierbar.

Deshalb ist für den Regelbetrieb mit den Steuergeräten SCF2000 ein am Vibrationsförderer montierter Schwingweitensensor erforderlich.

Im Regelbetrieb mit Sensorrückführung werden alle Schwingungen, die der Sensor erfasst, im Regelkreis verarbeitet. Fremdschwingungen, die durch benachbarte Maschinen, durch unsicheren Stand des Förderers oder durch labile Montage des Schwingweitensensors ausgelöst werden, können zu fehlerhaftem Regelverhalten führen. Besonders während des Frequenzsuchlaufs dürfen keine äußeren Einflüsse auf den Förderer einwirken.

Resonanzfrequenzen

Aufgrund des Aufbaus des Feder-Masse-Systems der Fördergeräte kann das System auf mehreren Schwingfrequenzen in Resonanz gehen. Die zusätzlichen Resonanzpunkte liegen auf einem Vielfachen der gewollten Frequenz. In kritischen Fällen kann der automatische Frequenzsuchlauf die gewollte Schwingfrequenz dann nicht selbständig erkennen. Hier kann es helfen den Frequenzsuchbereich auf die Schwingfrequenz des Förderers +/- 20% einzugrenzen.

Inbetriebnahme Frequenzsuche und Regelbetrieb

Vorgang

Parametermenü

Parameter

Wert

Bemerkung

Sollwert auf 0 setzen

Kanal

Amplitude

0%

Unbeabsichtigten und unkontrollierten Betrieb des Förderers vermeiden.

Ausgangsfrequenz eingrenzen

Frequenz

f_min

z.B. 35 Hz (für 50Hz System)

Die minimale und maximale Ausgangsfrequenz eingrenzen. Dabei ist zu beachten, dass die Frequenz-grenzwerte Vielfache der Schwingfrequenz bei der Resonanzfrequenzsuche ausschließen. Für den sicheren Betrieb wird empfohlen, den Frequenzbereich so weit wie möglich einzugrenzen. +- 15 Hz zur Nennfrequenz.

f_max

z.B. 65 Hz (für 50Hz System)

ACC-Regler einschalten

Frequenz

ACC

ein

Aktiviert die Schwingweitenregelung

AFC-Regler einschalten

Frequenz

Auto Freq.

ein

Aktiviert die Frequenzregelung

Sollwert vorsichtig erhöhen

Kanal

Amplitude

> 0%

Sobald die Beschleunigung des Förderers ein ausreichend großes Sensorsignal erzeugt, beginnt der Umrichter automatisch mit dem Frequenzsuchlauf und der Regelung.
Hinweis: Ein zu klein gewählter Sollwert kann zu einem fehlerhaften Ergebnis führen.
Achtung: Die Schritte der Sollwerteingabe vergrößern sich automatisch bei längerem Tastendruck. Die Taste nur kurz drücken, um kleine Schritte zu gewährleisten. Der Umrichter speichert automatisch die zuletzt gefundene Frequenz.

Schwingweite einstellen

Kanal

Amplitude

> 0%

Sobald der Umrichter stabil auf der gefundenen Resonanzfrequenz regelt, kann die gewünschte Schwingweite eingestellt werden.

Automatischer Frequenzscan (AFS)

Vorgang

Parametermenü

Parameter

Wert

Bemerkung

Sollwert auf 0 setzen

Kanal

Amplitude

0%

Unbeabsichtigten und unkontrollierten Betrieb des Förderers vermeiden.

ACC-Regler einschalten

Frequenz

ACC

ein

Aktiviert die Schwingweitenregelung

AFC-Regler einschalten

Frequenz

Auto Freq.

ein

Aktiviert die Frequenzregelung

AFS-Regler einschalten

Frequenz

Auto Freq. Scan

Bestätigen

Aktiviert den Frequenzscan.
Hinweis: Die optimale Frequenz des Schwingförderers wird automatisch durch Starten des” Auto Freq. Scan” ermittelt. Der „Auto Freq. Scan“ sucht innerhalb der voreingestellten minimalen und maximalen Frequenzgrenzen. Sobald die optimale Frequenz gefunden wurde, ertönt ein akustisches Signal am Förderer und der Regler setzt den Sollwert automatisch auf 0 %.
Achtung! Ist während des AFS die Ausgangsleistung zu hoch und führt dazu, dass die Magnete „hämmern“, reduzieren Sie den ‘Max’ Wert (z.B., auf 50%) im Menü “Kanal”. Die Frequenzsuche kann jederzeit über die rote Stopptaste am Touchpanel abgebro-chen werden.

Bemerkung

Grenzwerte: Beim Einstellen der Frequenzgrenzen ist zu beachten, dass der minimale und der maximale Frequenzgrenzwert die Vielfachen der Schwingfrequenz bei der Resonanzfrequenzsuche ausschließt. Für den sicheren Betrieb wird empfohlen den Frequenzbereich so weit wie möglich einzugrenzen. Zum Beispiel:

  • Schwingfrequenz 50 Hz; Min.Freq = 35 Hz; Max.Freq = 70 Hz

  • Schwingfrequenz 100 Hz; Min.Freq = 80 Hz; Max.Freq = 120 Hz