Inbetriebnahme

Die erste Inbetriebnahme sollte ohne Werkstücke erfolgen. Nach erfolgreicher Erstinbetriebnahme kann ein Probelauf mit Werkstücken erfolgen.

Warnung

Vor dem ersten Einschalten ohne angeschlossenen Antrieb ist zu prüfen, dass

  • die verwendete Stromversorgung den Anschlussdaten des verwendeten Steuergerätes entspricht

  • die Komponente keine Beschädigungen aufweist

  • die Komponente ordnungsgemäß befestigt und ausgerichtet wurde

  • die Komponente ordnungsgemäß in die Gesamtanlage integriert und korrekt ausgerichtet wurde, frei steht, bei Schwingung keine anderen Gegenstände berührt und die Übergänge zu weiteren Komponenten störungsfrei sind

  • alle elektrischen und mechanischen Schutz- und Sicherheitseinrichtungen einwandfrei funktionieren

  • bei der Erstinbetriebnahme, der Inbetriebnahme nach Reparaturarbeiten oder dem Austausch von Steuergeräten / Antrieben, die minimale Leistung am Steuergerät eingestellt ist

Warnung

Vor dem ersten Einschalten mit angeschlossenem Antrieb ist zu prüfen, dass

  • alle Transportsicherungen entfernt wurden

  • sich keine Werkstücke im System befinden und Verschmutzungen entfernt wurden

  • das Anschlusskabel korrekt an das Steuergerät angeschlossen wurde

  • das Steuergerät entsprechend der Vorgabe eingestellt wurde

Bemerkung

Medienversorgung

Eine ausreichende und stabile Versorgung mit allen notwendigen Medien (Strom, Druckluft etc.) ist sicherzustellen und zu prüfen.

Bemerkung

Komplettsysteme

Bei Steuergeräten, die als komplett eingerichtetes System inkl. Antrieben und Transportschiene ausgeliefert werden, ist bereits ab Werk die optimale Förderleistung eingestellt. Im Falle eines Drehknopfes am Steuergerät ist diese auf der Skala mit einem roten Pfeil gekennzeichnet.

Betriebsarten

Die Betriebsart muss entsprechend der Auslegung des Antriebes gewählt werden. RNA - Schwingantriebe sind mechanische Federschwinger, die je nach Gewicht und / oder Baugröße auf eine Schwingfrequenz nahe der Netzfrequenz oder nahe der doppelten Netzfrequenz eingerichtet werden.

Daher sind 2 Betriebsarten möglich.

Netzfrequenz 50 Hz

Netzfrequenz 60 Hz

Betriebsart 1 Halbwellenbetrieb
Der Schwingantrieb arbeitet mit der Netzfrequenz
Schwingfrequenz
50 Hz \(≙\) 3000 min \(⁻¹\)
Schwingfrequenz
60 Hz \(≙\) 3600 min \(⁻¹\)
Betriebsart 2 Vollwellenbetrieb
Der Schwingantrieb arbeitet mit der doppelten Netzfrequenz
Schwingfrequenz
100 Hz \(≙\) 6000 min \(⁻¹\)
Schwingfrequenz
120 Hz \(≙\) 7200 min \(⁻¹\)

Wichtig

Die Auswahl der Betriebsart erfolgt durch eine Drahtbrücke im Antriebsstecker, zwischen Pin 3 und 4
  • entfällt bei 50/60 Hz

  • erforderlich bei 100/120 Hz

_images/Steckercodierung_Antriebe_Schaltplan.jpg

Warnung

Eine falsche Einstellung der Betriebsart kann zur Beschädigung der Komponente und Gefährdung von Personen führen.

Bemerkung

RNA-Schwingantriebe werden immer mit einem Stecker ausgeliefert, der bereits eine Betriebsartkodierung enthält. Die Stecker werden entsprechend ihrer Kodierung farblich gekennzeichnet. Weitere Informationen dazu sind in der Betriebsanleitung des jeweiligen Schwingantriebes zu finden.

Ausgangsspannung prüfen

In einigen Fällen kann es nötig sein, den Ausgangsstrom bzw. die Ausgangsspannung zu messen. Dies ist nicht zwingend erforderlich.

Gefahr

Warnung vor elektrischer Spannung Diese Messung erfordert den Einsatz qualifizierten Fachpersonals. Nach der Messung ist das Steuergerät mit größter Sorgfalt in den ursprünglichen Zustand zu bringen, da sonst die Betriebserlaubnis erlischt!

Bemerkung

Das Messgerät muss für Echt-Effektivwert-Messung (True-RMS) ausgelegt sein, andere Messgeräte zeigen Zufallswerte an. Die Ausgangsspannung kann nur bei angeschlossenen Schwingantrieb gemessen werden! Der Laststecker muss eingesteckt sein, da sonst unter Umständen in der falschen Betriebsart gemessen wird.

Das Messen der Ausgangsspannung und des Ausgangsstroms wird mit Hilfe des Messadapters ESZ-02 (siehe Zubehör) wesentlich vereinfacht. Der Messadapter ist mit entsprechenden Steckern ausgerüstet, und kann so sehr einfach zwischen Steuergerät und Schwingantrieb geschaltet werden. Durch den Einsatz von Dreheisenmessinstrumenten, ist die Messung des Echten Effektivwertes sichergestellt.

Externe Freigabe

In der Werkseinstellung wird der Antrieb mit dem Zuschalten der Netzspannung ein-/ ausgeschaltet. Über die externe Freigabe besteht die Möglichkeit den Antrieb durch eine übergeordnete Steuerung zu steuern.

Die Signale werden am Stecker XS4 zur Verfügung gestellt. Dabei ist die Belegung des verpolungssicheren Einganges zu beachten. Der Pegel des Freigabesignals muss 16…30 V DC betragen.

-XS4: Stecker (M16, 7polig)

Pin 2

ext. Freigabe Kanal 1

Pin 3

GND (extern) für ext. Freigabe

Statusausgänge

Die Komponente vom Typ ESG2000 stellt zwei verschiedene Statusmeldungen zur Verfügung:

  • BEREIT: Das Signal wird parallel zum Netzschalter ein- und ausgeschaltet

  • AKTIV Das Signal wird parallel zum Leistungsausgang des Steuergeräts ein- und ausgeschaltet

Die Signale werden am Stecker XS4 zur Verfügung gestellt. Dabei ist die Belegung der verpolungssicheren potentialfreien Ausgänge zu beachten.

-XS4: Stecker (M16, 12polig)

Pin 4

Aktiv 24V DC (extern)

Pin 5

Aktiv Kanal 1

Pin 6

Bereit 24V DC (extern)

Pin 7

Bereit