Inbetriebnahme¶
Die erste Inbetriebnahme sollte ohne Werkstücke erfolgen. Nach erfolgreicher Erstinbetriebnahme kann ein Probelauf mit Werkstücken erfolgen.
Warnung
Vor dem ersten Einschalten ohne angeschlossenen Antrieb ist zu prüfen, dass
die verwendete Stromversorgung den Anschlussdaten des verwendeten Steuergerätes entspricht
die Komponente keine Beschädigungen aufweist
die Komponente ordnungsgemäß befestigt und ausgerichtet wurde
die Komponente ordnungsgemäß in die Gesamtanlage integriert und korrekt ausgerichtet wurde, frei steht, bei Schwingung keine anderen Gegenstände berührt und die Übergänge zu weiteren Komponenten störungsfrei sind
alle elektrischen und mechanischen Schutz- und Sicherheitseinrichtungen einwandfrei funktionieren
bei der Erstinbetriebnahme, der Inbetriebnahme nach Reparaturarbeiten oder dem Austausch von Steuergeräten / Antrieben, die minimale Leistung am Steuergerät eingestellt ist
Warnung
Vor dem ersten Einschalten mit angeschlossenem Antrieb ist zu prüfen, dass
alle Transportsicherungen entfernt wurden
sich keine Werkstücke im System befinden und Verschmutzungen entfernt wurden
das Anschlusskabel korrekt an das Steuergerät angeschlossen wurde
das Steuergerät entsprechend der Vorgabe eingestellt wurde
Bemerkung
Medienversorgung
Eine ausreichende und stabile Versorgung mit allen notwendigen Medien (Strom, Druckluft etc.) ist sicherzustellen und zu prüfen.
Bemerkung
Komplettsysteme
Bei Steuergeräten, die als komplett eingerichtetes System inkl. Antrieben und Transportschiene ausgeliefert werden, ist bereits ab Werk die optimale Förderleistung eingestellt. Im Falle eines Drehknopfes am Steuergerät ist diese auf der Skala mit einem roten Pfeil gekennzeichnet.
Betriebsarten¶
Die Schwingfrequenz muss entsprechend der Auslegung des Antriebes gewählt werden. RNA - Schwingantriebe sind mechanische Federschwinger, die je nach Gewicht und / oder Baugröße auf eine Schwingfrequenz nahe der Netzfrequenz oder nahe der doppelten Netzfrequenz eingerichtet werden.
Daher sind 2 Betriebsarten möglich.
Netzfrequenz 50 Hz |
Netzfrequenz 60 Hz |
|
Betriebsart 1
Der Schwingantrieb arbeitet mit der Netzfrequenz
|
Schwingfrequenz
50 Hz \(≙\) 3000 min \(⁻¹\)
|
Schwingfrequenz
60 Hz \(≙\) 3600 min \(⁻¹\)
|
Betriebsart 2
Der Schwingantrieb arbeitet mit der doppelten Netzfrequenz
|
Schwingfrequenz
100 Hz \(≙\) 6000 min \(⁻¹\)
|
Schwingfrequenz
120 Hz \(≙\) 7200 min \(⁻¹\)
|
Gefahr
Eine falsche Einstellung der Schwingfrequenz, kann zur Beschädigung der Komponente und Gefährdung von Personen führen!
Bemerkung
RNA-Schwingantriebe werden immer mit einem Stecker ausgeliefert, der bereits eine Betriebsartkodierung enthält. Die Stecker werden entsprechend ihrer Kodierung farblich gekennzeichnet. Weitere Informationen dazu sind in der Betriebsanleitung des jeweiligen Schwingantriebes zu finden.
Ausgangsspannung prüfen¶
In einigen Fällen kann es nötig sein, den Ausgangsstrom bzw. die Ausgangsspannung zu messen. Dies ist nicht zwingend erforderlich.
Gefahr
Diese Messung erfordert den Einsatz qualifizierten Fachpersonals. Nach der Messung ist das Steuergerät mit größter Sorgfalt in den ursprünglichen Zustand zu bringen, da sonst die Betriebserlaubnis erlischt!
Bemerkung
Das Messgerät muss für Echt-Effektivwert-Messung (True-RMS) ausgelegt sein, andere Messgeräte zeigen Zufallswerte an. Die Ausgangsspannung kann nur bei angeschlossenen Schwingantrieb gemessen werden! Der Laststecker muss eingesteckt sein, da sonst unter Umständen in der falschen Betriebsart gemessen wird.
Das Messen der Ausgangsspannung und des Ausgangsstroms wird mit Hilfe des Messadapters ESZ-02 (siehe Zubehör) wesentlich vereinfacht. Der Messadapter ist mit entsprechenden Steckern ausgerüstet, und kann so sehr einfach zwischen Steuergerät und Schwingantrieb geschaltet werden. Durch den Einsatz von Dreheisenmessinstrumenten, ist die Messung des Echten Effektivwertes sichergestellt.
Anschlussmöglichkeiten¶
Externe Freigabe¶
In der Werkseinstellung wird der Antrieb mit dem Zuschalten der Netzspannung ein-/ ausgeschaltet. Über die externe Freigabe besteht die Möglichkeit den Antrieb durch eine übergeordnete Steuerung zu steuern.
-X6: Buchse (M12, 5polig) |
|
|---|---|
Pin 1 |
24 V DC (intern) |
Pin 2 |
nicht belegt |
Pin 3 |
GND (extern) |
Pin 4 |
Freigabeeingang |
Pin 5 |
nicht belegt |
Die Freigabe kann durch ein externes 24V Signal oder mit Hilfe eines potentialfreien Kontakts erfolgen.
Anschließend ist die Freigabe im Parametermenü einzustellen.
Wichtig
Die Kabellänge darf nicht mehr als 10m betragen. Das Kabel nicht in unmittelbarer Nähe zu energiereichen Schalteinrichtungen oder starken Störfeldern verlegen.
Statusausgänge¶
Die Komponente vom Typ ESR3000 6A stellt zwei verschiedene Statusmeldungen zur Verfügung:
BEREIT: Das Signal wird parallel zum Netzschalter ein- und ausgeschaltet
AKTIV Das Signal wird parallel zum Leistungsausgang des Steuergeräts ein- und ausgeschaltet
-X5: Buchse (M12, 5polig) |
|
|---|---|
Pin 1 |
Relaiskontakt 1 (24V, 1A) |
Pin 2 |
nicht belegt |
Pin 3 |
GND (intern) |
Pin 4 |
Relaiskontakt 2 (24V, 1A) |
Pin 5 |
Time Out (24V OUT) |
Das Status-Relais zieht an, wenn der Förderer läuft. Das Relais fällt ab bei fehlendem Freigabesignal oder anstehender Störungsmeldung.
Bemerkung
Standardmäßig ist das Status-Relais auf AKTIV parametriert, es kann aber auf BEREIT umparametriert werden. Bereit = Keine Störung.
Der Ausgang für die „Time-Out“ Meldung wird eingeschaltet, wenn die Timeout Funktion aktiviert wurde und nach eingestellter Zeit kein Material vom Sensor erkannt wird (einstellbar mit Parameter „Timeout“).
Sensor Time Out
Diese Zeit dient der Überwachung des Materialsensors. Mit Einschalten des Fördergeräts kann eine weitere Zeitstufe „Sensor-Time-out“ gestartet werden. Nach einer einstellbaren Zeit (1…240 Sek.) wird das Fördergerät abgeschaltet, wenn innerhalb dieser Störungszeit keine Materialteile den Sensor passiert haben. Mit Abschalten des Fördergeräts schaltet auch das Statusrelais aus. Im Display erscheint dann die Anzeige „Error und SE“ im Wechsel blinkend. Durch erneutes Starten des Fördergerätes, wird die Störung gelöscht und die Störungszeit startet neu. Diese Funktion ist optional und muss im Menü C015 mit der Funktion „E.En.“ = I aktiviert werden. Die Funktion kann benutzt werden, um den Teilefluss zu überwachen (Zuführung leer, Teile verklemmt).
Sensoranschluss / Sollwertwechsel¶
Die Komponente vom Typ ESR3000 6A verfügt über einen Sensoreingang zur Überwachung des Materialstandes in einer Staustrecke. Dieser kann alternativ als Eingang zur Umschaltung auf einen zweiten Sollwert genutzt werden.
Die Signale werden am Stecker X4 zur Verfügung gestellt.
-X4: Buchse (M12, 5polig) |
|
|---|---|
Pin 1 |
24 V DC (intern) |
Pin 2 |
nicht belegt |
Pin 3 |
GND (intern) |
Pin 4 |
Sensoreingang |
Pin 5 |
nicht belegt |
Füllstandsteuerung
Über interne, einstellbare Zeitstufen wird der Ausgang in Abhängigkeit von dem über einen Füllstandssensor gemessenen Materialstand EIN- bzw. AUS geschaltet. Der Füllstand des Fördergutes pendelt so um die Position des in der Füllstrecke angebrachten Füllstandssensor. Der Ausgang des Steuergerätes wird eingeschaltet, wenn das Fördergut den Sensor unterschreitet und die eingestellte Einschaltverzögerungszeit abgelaufen ist. Überschreitet das Fördergut die Position des Sensors, wird nach Ablauf der Ausschaltverzögerung der Ausgang des Steuergerätes abgeschaltet. Lücken im Fördergutfluss setzen die Zeitstufen jeweils wieder zurück. Die Zeiten werden immer vom letzten bzw. ersten Fördergutteil bestimmt. Die Ein- bzw. Ausschaltverzögerungszeit wird in dem Programmiermenü eingestellt.
Sollwertumschaltung
Anstelle der Füllstandsteuerung kann auch ein grob/fein Betrieb genutzt werden. Die Umschaltung auf den zweiten Sollwert erfolgt über den Sensoreingang, der sonst für die Füllstandsteuerung genutzt wird. Die Umschaltung kann mit einem Kontakt oder mit einem externen 24VDC Spannungssignal erfolgen. Über die Zeiten kann das Umschalten verzögert werden. Bei anliegendem Signal wird auf die Geschwindigkeit Fein umgeschaltet.
Schwingweitensensor¶
Die Komponente vom Typ ESR3000 6A verfügt über einen Sensoreingang zum Anschluss eines Schwingweitensensors. Die Signale werden am Stecker X40 zur Verfügung gestellt.
-X40: Buchse (M12, 5polig) |
|
|---|---|
Pin 1 |
24 V DC (intern) |
Pin 2 |
Sensoreingang |
Pin 3 |
GND (intern) |
Pin 4 |
nicht belegt |
Pin 5 |
nicht belegt |
Externe Sollwertvorgabe¶
Die Komponente vom Typ ESR3000 6A verfügt über die Möglichkeit externe Sollwerte im Bereich 0..10VDC oder 4…20mA zu verarbeiten. Dazu muss das Frontmodul abgeschraubt werden und einer der M16 Blindstopfen durch eine Kabeldurchführung ersetzt werden. Anschließend kann die Leitung an den entsprechenden Klemmen angeschlossen werden.
Interne Klemmen |
|
|---|---|
7 |
GND (intern) |
8 |
Anlaogeingang |
9 |
10 V DC (intern) |
Der Sollwert für die Förderleistung kann auch über eine externe Führungsgröße 0..10VDC, 4..20mA, oder über ein Potentiometer 10kR vorgegeben werden. Bei externem Sollwert muss im Menü „Förderer“ der Parameter „externer Sollwert“ aktiviert werden. Minimaler Ausgangswert bei externem Sollwert „0“: Vor Umschalten auf externen Sollwert den gewünschten Minimalwert mit den „Pfeiltasten“ einstellen, dann Umschalten auf externen Sollwert. Der eingestellte Wert wird als Minimum für den Sollwert „0“ übernommen.
Erste Schritte¶
Vorabprüfung¶
Örtliche Netzspannung stimmt mit der des Gerätes überein (Typenschildangabe)
Anschlusswert des Fördergeräts liegt im zulässigen Leistungsbereich
Steuergerät ist korrekt angeschlossen
Bei den Anwendungsfällen, die ein häufiges Ein- und Ausschalten des Förderers erfordern, muss der dafür vorgesehene Freigabeeingang des Steuergerätes genutzt werden. Durch das Auftrennen des Netzkreises oder des Laststromkreises mit einem Schütz oder Schalter, kann das Gerät Schaden nehmen.
Von der Eingangsspannung unabhängig, liegt die Ausgangsspannung des Umrichters, im Auslieferungszustand bei 205 V AC.
Bei Verwendung von 110V AC-Magneten, muss die Ausgangsspannung mit Parameter: „UMax“ begrenzt werden, andernfalls kann es zur Zerstörung von Magnet und Antrieb bzw. Schwingförderer führen. Ebenso muss nach Rücksetzen auf Werkseinstellungen der Parameter „Umax“ kontrolliert werden.
Hinweise¶
Resonanzfrequenz¶
Bei den hier beschriebenen Steuergeräten ist es möglich, die Resonanzfrequenz des angeschlossenen Fördergeräts am Steuergerät einzustellen. Da in diesem Fall schon eine geringe Sollwertvorgabe zur vollen Aussteuerung des Förderers führen kann, muss entsprechend vorsichtig vorgegangen werden, damit durch Anschlagen des Fördergeräts kein Schaden entsteht. Der Bereich der Resonanzfrequenz ist in der Praxis ohne Rückführung der Beschleunigung und Regelung der Antriebsfrequenz nicht nutzbar. Da die Resonanzfrequenz von Faktoren wie Beladung, Temperatur uvm. abhängt, wäre das Fördergerät nicht belastbar und unkontrollierbar. Es muss also ein gewisser Frequenzabstand (1 bis 2Hz) zur Resonanzfrequenz eingestellt werden. Der Frequenzabstand kann sowohl unterhalb (unterkritisch) als auch oberhalb (überkritisch) der Resonanzfrequenz liegen. Eine unterkritische Abstimmung ist zu bevorzugen. Dieser Frequenzabstand muss vom Anwender bestimmt werden, da bei unterschiedlichen Förderern andere Verhältnisse herrschen.
Resonanzfrequenzen
Aufgrund des Aufbaus des Feder-Masse-Systems der Fördergeräte kann das System auf mehreren Schwingfrequenzen in Resonanz gehen. Die zusätzlichen Resonanzpunkte liegen auf einem Vielfachen der gewollten Frequenz. Zur Inbetriebnahme des Regelbetriebs, siehe Inbetriebnahme des Regelbetriebs mit Schwingweitensensor.
Arbeitsfrequenz der eingesetzten Magnete¶
Da bei kleinen Frequenzeinstellungen möglicherweise der Strom durch den Magnet ansteigt, sollte bei erstmaliger Anwendung der Strom im Magnetkreis mit einem Effektivwertmessgerät (True-RMS) überprüft werden, bzw. die Wärmeentwicklung am Magnet überwacht werden. Um eine zu hohe Stromaufnahme und dadurch u.U. eine Überlastung der Magnete zu vermeiden, muss darauf geachtet werden, dass die Magnete auch für die entsprechende Arbeitsfrequenz ausgelegt sind.
Messung von Ausgangsspannung und Strom¶
Da es sich bei dem Geräteausgang um einen elektronischen Wechselrichter mit pulsweitenmodulierten Schaltsignalen handelt, können die Spannungs- und Stromwerte nicht mit jedem üblichen Messgerät gemessen werden. Zum Messen dieser Werte müssen Effektivwertmessgeräte (True-RMS) z.B. Dreheisenmessgeräte (analoge Zeigerinstrumente) verwendet werden. Siehe auch: Ausgangsspannung prüfen.
Inbetriebnahme des manuellen Betriebs (ohne Schwingweitensensor)¶
Schwingfrequenz des Fördergerätes feststellen
Leistung des Fördergerätes (max. und min. zulässige Stromaufnahme) feststellen
Beide Angaben befinden sich in der Betriebsanleitung oder auf dem Typenschild des Förderers.
Bemerkung
Bei unbekannter Voreinstellung des Steuergerätes dieses auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Dazu das Steuergerät ohne angeschlossenen Förderer einschalten, Parameter „Werkseinstellungen“ aktivieren und mit Pfeiltaste bestätigen.
Rundförderer und Linearförderer sind auf Grund ihres mechanischen Aufbaus gegen Beschädigung geschützt, sofern diese sachgemäß betrieben werden. Die elektrischen Betriebsbedingungen müssen daher an das Schwingsystem angepasst sein. Wenn die Erregerfrequenz mehr als -3Hz / +6Hz von der in der Anleitung des Antriebs angegebenen Schwingfrequenz bei Netzbetrieb (50Hz oder 100Hz) abweicht, müssen Federn ein- oder ausgebaut werden.
Bemerkung
Voraussetzung für eine gleichbleibende und stabil arbeitende Laufleistung ist die gleichmäßige Gewichtsverteilung am Fördertopf (Auswuchtung). Die ausgewogene Bestückung des Federpaketes ist ausführlich in den Betriebsanleitungen zu den Schwingförderern und Linearförderern aufgezeigt.
Grundeinstellung¶
Förderer anschließen
Frequenz einstellen (s. Daten des Förderers), Menü „Förderer“, Parameter „Frequenz“.
Stromgrenze einstellen/prüfen (s. Daten des Förderers). Menü „Grenzwerte“, Parameter „Grenzstrom“ (gibt die Stromgrenze in % vom Maximum an). | Den Parameter gegebenenfalls vorher im Servicemenü mit Schlüssel „127“ sichtbar machen, Werkseinstellung 100%.
Förderer einschalten, grüne Starttaste drücken
Sollwert erhöhen, Förderer beobachten, Lauf prüfen
- Maximalen Sollwert einstellen, prüfen ob Leistung begrenzt werden muss (z. B. beim Anschlagen des Förderers, eventuell Einstellung mechanisch korrigieren).Wenn notwendig, Begrenzung wie folgt einstellen:
Sollwert auf „0“ stellen
Im Menü „096“ den Parameter „P.“ (Maximalbegrenzung) auf 50 setzten
Sollwert auf 100 % stellen
Maximalbegrenzung „P.“ von 50% an erhöhen, bis maximale Amplitude erreicht ist
Jetzt kann der volle Sollwertbereich 0…100 % genutzt werden
Weitere Einstellungen z.B. Sanftanlauf, Verzögerungszeiten, usw. sind anlagenspezifisch einzustellen.
Manuelle Einstellung der Schwingfrequenz¶
Das Einstellen der Ausgangsfrequenz muss unbedingt bei kleiner Sollwertvorgabe erfolgen, da sich bei Treffen der Resonanzfrequenz schon bei wenig Ausgangsspannung eine große Schwingweite einstellen kann. Um die Resonanzfrequenz genau zu ermitteln, muss ein analoges Zeiger-Effektivwert-Strommessgerät (Dreheisen Messgerät) in die Ausgangsleitung geschaltet werden. Dann die Frequenz in kleinen Schritten verändern.
Bemerkung
Die Resonanzfrequenz ist bei maximaler Schwingamplitude und minimalem Ausgangsstrom erreicht. Um einen stabilen, belastungsunabhängigen Förderbetrieb zu erreichen, muss die eingestellte Betriebsfrequenz ca. 1…2 Hz ober- oder unterhalb der ermittelten Resonanzfrequenz liegen.
Dieser Frequenzabstand muss vom Anwender bestimmt werden, da bei unterschiedlichen Förderern andere Verhältnisse herrschen.
Inbetriebnahme des Regelbetriebs (mit Schwingweitensensor)¶
Wichtig
Vor Inbetriebnahme des Regelbetriebes ist eine Grundeinstellung des Vibrationsantriebes durchzuführen. Die Vorgehensweise zur Grundeinstellung ist in der Betriebsanleitung des Vibrationsantriebs beschrieben.
Eine Inbetriebnahme im manuellen Betrieb muss stattgefunden haben.
Der Schwingweitensensor muss ordnungsgemäß montiert und angeschlossen sein. (siehe Allgemeine Informationen Schwingweitensensor)
Es dürfen keine Fremdschwingungen von anderen Maschinen o.ä. vorhanden sein.
Der Förderer muss leer sein.
Bemerkung
Eignung für Regelbetrieb
In vielen Fällen wird es nicht notwendig sein, einen Vibrationsförderer mit einer Schwingweitenregelung auszurüsten. Bei schweren Teilen, hoher Förderleistung usw. kann es notwendig sein die Schwingweitenregelung einzusetzen, um eine gleichmäßige Förderleistung zu erreichen.
Der Regelbetrieb ist für Linearförderer und Bunker gedacht. Hier ist zu beachten, dass kleine Linearförderer oder Rundförderer nicht für den Betrieb mit einem Schwingweitensensor geeignet sind.
Da bei Rundförderern oft die korrekte Montage des Schwingweitensensors schwierig ist, wird bei Rundförderern das Steuergerät ESR2500/ESR2800 empfohlen. Dieses Steuergerät ist in der Lage nach einem Kalibrierungslauf auch ohne Schwingweitensensor die Laufgeschwindigkeit konstant zu halten.
Hinweise zum Regelbetrieb¶
Im Regelbetrieb wird der Vibrationsförderer auf seiner Resonanzfrequenz betrieben. In der Praxis ist der Bereich der Resonanzfrequenz ohne Rückführung der Beschleunigung und Regelung der Antriebsfrequenz aber nicht nutzbar. Deshalb ist für den Regelbetrieb ein am Vibrationsförderer montierter Schwingweitensensor erforderlich.
Im Regelbetrieb mit Sensorrückführung werden alle Schwingungen, die der Sensor erfasst, im Regelkreis verarbeitet. Fremdschwingungen, die durch benachbarte Maschinen, durch unsicheren Stand des Förderers oder durch labile Montage des Schwingweitensensors ausgelöst werden, können zu fehlerhaftem Regelverhalten führen. Besonders während des Frequenzsuchlaufs dürfen keine äußeren Einflüsse auf den Förderer einwirken.
Resonanzfrequenzen
Aufgrund des Aufbaus des Feder-Masse-Systems der Fördergeräte kann das System auf mehreren Schwingfrequenzen in Resonanz gehen. Die zusätzlichen Resonanzpunkte liegen auf einem Vielfachen der gewollten Frequenz. In kritischen Fällen kann der automatische Frequenzsuchlauf die gewollte Schwingfrequenz dann nicht selbständig erkennen. Hier kann es helfen den Frequenzsuchbereich auf die Schwingfrequenz des Förderers +/- 20% einzugrenzen.
Inbetriebnahme¶
Es dürfen sich keine Teile im Vibrationsförderer befinden
Der Vibrationsförderer muss frei schwingen können, und darf nicht an andere Bauteile anschlagen
Falls das Steuergerät mit einem externen Sollwert betrieben wird, diesen unter Code 003 mit Parameter E.S.P. 1 auf E.S.P. 0 ausschalten
Falls das Steuergerät mit externem Start/Stopp betrieben wird, diesen unter Code 003 mit Parameter E.N. 0 auf E.N. 1 ausschalten
Die Schwingamplitude unter Code 008 mit Parameter A. auf 0.0 setzen
Die Aussteuerbegrenzung unter Code 008 mit Parameter P. auf 50 setzen
Die Schwingfrequenz unter Code 008 mit Parameter F. auf 50 oder 100 setzen. Der Wert hängt von der Schwingfrequenz des Vibrationsförderers ab
Den Vibrationförderer am Steuergerät mit der grünen Taste „I“ einschalten
Den Regelbetrieb unter Code 008 mit Parameter Acc. 0 auf Acc. 1 einschalten
Unter Code 008 den Parameter P.A. auf 50 setzen
Unter Code 008 den Parameter I.A. auf 50 setzen
Die Frequenznachführung unter Code 008 mit Parameter A.F.C. 0 auf A.F.C. 1 setzen
Unter Code 008 zum Parameter A.F.S. navigieren
Mit der oberen Pfeiltaste den automatischen Suchlauf starten
Der Suchlauf ist beendet, wenn im Display 0,0 oder 0,1 angezeigt wird
Unter Code 008 den Parameter P.A. auf 20 setzen
Unter Code 008 den Parameter I.A. auf 10 setzen
Die Aussteuerbegrenzung unter Code 008 mit Parameter P. auf 90 setzen
Falls das Steuergerät mit externem Start/Stopp betrieben werden soll, diesen unter Code 003 mit Parameter E.N. 1 auf E.N. 0 einschalten
Falls das Steuergerät mit externem Sollwert betrieben werden soll, diesen unter Code 003 mit Parameter E.S.P. 0 auf E.S.P. 1 einschalten. Wenn notwendig, die Parameter zur Steuerung über 4-20mA oder Potentiometer entsprechend setzen. Die gewünschte Laufgeschwindigkeit über den externen Sollwert vorgeben
Falls das Steuergerät ohne externen Sollwert betrieben werden soll, die gewünschte Laufgeschwindigkeit (Schwingamplitude) unter Code 000 oder Code 008 mit Parameter A. einstellen
Bemerkung
Grenzwerte: Beim Einstellen der Frequenzgrenzen ist zu beachten, dass der minimale und der maximale Frequenzgrenzwert die Vielfachen der Schwingfrequenz bei der Resonanzfrequenzsuche ausschließt. Für den sicheren Betrieb wird empfohlen den Frequenzbereich so weit wie möglich einzugrenzen. Zum Beispiel:
Schwingfrequenz 50 Hz; Min.Freq = 35 Hz; Max.Freq = 70 Hz
Schwingfrequenz 100 Hz; Min.Freq = 80 Hz; Max.Freq = 120 Hz
Regler optimieren¶
Bemerkung
In vielen Fällen wird mit den Standardparametern ein zufriedenstellendes Laufverhalten erreicht. Manchmal kann es nötig sein, das Regelverhalten zu optimieren.
Falls die Grenzen des Regelbereichs erreicht werden, kann der Steuerbereich angepasst werden.
Im Menü C 096 den Parameter „P.“ (Maximalbegrenzung) auf 10 setzten.
Sollwert „A.“ auf 100 % stellen.
Begrenzung „P.“ von 10% an erhöhen, bis maximale Förderleistung erreicht ist. Jetzt kann der volle Sollwertsteuerbereich („A.“) von 0…100 % genutzt werden.
Regelkreis optimieren: Bei pumpendem Förderer oder ungenügender Nachregelung bei Lastwechseln.
Das Zeitverhalten des Regelkreises kann im Menü C 008 mit den Parametern „P.A.“ (Proportional-Anteilbzw. Kreisverstärkung) und „I.A.“ (Integral-Anteil) beeinflusst bzw. an das Zeitverhalten der Fördereinrichtung angepasst werden.
Förderleistung schwingt.
Im Menü C 008 Parameter „P.A.“ verkleinern, bis die Schwingneigung nachlässt.