Störungsbeseitigung

Sollte das Laufverhalten eines angeschlossen Schwingförderers nicht ideal sein, schauen Sie in Montage- und Betriebsanleitung der jeweiligen Komponente.

Warnung

Entstörung nur durch qualifiziertes Personal

Eine Entstörung sollte ausschließlich durch qualifiziertes Personal erfolgen. Weiterhin sind die Sicherheitshinweise zu beachten.

Gefahr

Arbeiten an elektrischen Teilen

Bei einer Fehlersuche oder Störungsbeseitigung an elektrischen Bauteilen oder Steuergeräten dürfen diese Tätigkeiten nur von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden. Vor dem Öffnen des Steuergerätes Netzstecker ziehen!

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung möglicher Fehlerquellen und die entsprechende Beschreibung zur Störungsbehebung.

Störung

Mögliche Ursache

Abhilfe

Komponente läuft beim Einschalten nicht an

Netzstecker des Steuergerätes nicht eingesteckt

Netzstecker einstecken

Komponente nicht mit dem Steuergerät verbunden

5-poligen Stecker der Komponente am Steuergerät einstecken

Sicherung im Steuergerät defekt

Sicherung durch Elektrofachkraft austauschen lassen

Netzschalter des Steuergerätes ausgeschaltet

Netzschalter einschalten

Schwingmagnet defekt

Schwingmagnet durch Elektrofachkraft prüfen und bei Bedarf ersetzen lassen

Komponente vibriert nur leicht

Steuergerät steht auf Sollwert 0%

Sollwert auf korrekten Wert einstellen

Falsche Schwingfrequenz

Durch Elektrofachkraft prüfen lassen, ob Steckercodierung zur Wahl der Betriebsart korrekt ist.

Fehlermeldungen

Bemerkung

Bei Fehlern oder Störungen erscheinen verschiedene Alarmmeldungen und andere Hinweise auf dem Display. Die Alarmmeldungen verfügen über eine Prioritätsordnung. Ist mehr als ein Alarm aktiv, erscheint nur der mit der höchsten Priorität. Der Bediener muss den Alarm durch Drücken der Enter-Taste quittieren, um den Alarm wieder zurückzusetzen.

Priorität (Alarm Nr.)

Alarmtext

1

Kurzschlussschutz aktiv

2

Überlastungsschutz aktiv

3

Kein Förderer oder zu klein

4

Frequenzfehler

5

Vibration eingeschränkt

6

Resonanzfrequenz nicht gefunden

7

Resonanzmaximum nicht gefunden

8

Offsetfehler PWM - Messung

9

Offsetfehler Spannungsmessung

10

Offsetfehler Strommessung

11

Offsetfehler Ablehnung gemeinsamer Betriebsart Modus Abstandsmessung

12

Magnetkernsättigung nicht gefunden

Kurzschlussschutz aktiv

Der Kurzschlussschutz wird aktiv, wenn der Strom einen Spitzenwert von mehr als 20 Ampere erreicht. In diesem Fall schaltet die Steuerung die Ausgangsspannung sofort ab, um die Ausgangsstufe gegen Schäden zu schützen. Der Alarm erscheint bei einem Kurzschluss am Lastausgang oder wenn die Stromaufnahme des angeschlossenen Förderers viel größer ist als der max. Laststrom.

Abhilfe:

  1. Schalten Sie den Förderer ab und untersuchen Sie die Kabel und den Schwingantrieb auf Kurzschlüsse und andere Beschädigungen

  2. Stellen Sie sicher, dass der max. Strom auf den richtigen Wert eingestellt ist

  3. Stellen Sie sicher, dass der Strombereich (Hardware) und der Stromsensor (Parameter) richtig eingestellt sind

Überlastungsschutz aktiv

Dieser Alarm erscheint, wenn der Laststrom den Wert des maximalen RMS - Stroms um das Zweifache überschreitet. In diesem Fall schaltet die Steuerung die Ausgangsspannung sofort ab, um die Ausgangsstufe gegen Überlastung zu schützen.

Abhilfe:

  1. Schalten Sie den Förderer ab und untersuchen Sie die Kabel und den Schwingantrieb auf Beschädigungen

  2. Stellen Sie sicher, dass der max. Strom auf den richtigen Wert eingestellt ist

  3. Stellen Sie sicher, dass der Strombereich (Hardware) und der Stromsensor (Parameter) richtig eingestellt sind

  4. Wenn Punkt 1 bis 3 in Ordnung sind, versuchen Sie die Sanftanlaufzeit zu erhöhen

Kein Förderer oder zu klein

Dieser Alarm erscheint im Falle eines Kabelbruchs, oder wenn die Stromaufnahme des angeschlossenen Förderers sehr klein im Verhältnis zum maximalen Strom ist.

Abhilfe:

  1. Schalten Sie den Förderer ab und untersuchen Sie die Kabel und den Schwingantrieb auf Unterbrechungen und sonstige Beschädigungen

  2. Stellen Sie sicher, dass der max. Strom auf den richtigen Wert eingestellt ist

  3. Stellen Sie sicher, dass der Strombereich (Hardware) und der Stromsensor (Parameter) richtig eingestellt sind

  4. Die Stromaufnahme des Schwingantriebs ist zu gering für das Steuergerä

Frequenzfehler

Die Resonanzfrequenz des Förderers hat eine der Frequenzbegrenzungen erreicht. Dies kann verschiedene Ursachen haben:

  1. Mangelnde Einstellung der Mindestgeschwindigkeit. Während der Einstellung der Mindestgeschwindigkeit stellt die Steuerung die Begrenzungen des zulässigen Frequenzbereichs ein. Deshalb ist es wichtig, dass der Förderer stabil läuft und auch mindestens 10 Sekunden stabil gelaufen ist, bevor dieses Kalibriermenü verlassen wird. Die Begrenzungen werden beim Verlassen des Menüs gespeichert. Das Steuergerät kann die Schwingungsweite und Frequenz nur dann automatisch steuern, wenn eine bestimmte Vibration vorhanden ist. Läuft der Förderer während der Mindestgeschwindigkeitskalibrierung so langsam, dass die Frequenz instabil wird, könnten die gefundenen Frequenzbegrenzungen inkorrekt sein. Die Zahlenwerte der Mindestgeschwindigkeit und der Maximalgeschwindigkeit sollten mindestens um den Faktor „4“ auseinander liegen.

    Abhilfe: Die Mindestgeschwindigkeit neu einstellen und dabei sicherstellen, dass der Förderer vor Verlassen dieses Menüs stabil läuft

  2. Sehr hohe Beladung mit schweren Werkstücken. Dementsprechend ist die Frequenz um mehr als 20% wegen der schweren Beladung gefallen Abhilfe: In diesem Fall kann der Alarm ignoriert werden. Der Förderer wird weiterhin laufen, aber die Zufuhrgeschwindigkeit wird sich möglicherweise etwas reduzieren, wenn sich die Ladung weiterhin erhöht und die Höchststromeinstellung der Steuerung erreicht ist.

  3. Gebrochene oder lose Federn oder Federbolzen Abhilfe:Die Befestigung der Federn, die Federn und Federbolzen überprüfen. Bei Bedarf ersetzen und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen.

Vibration eingeschränkt

Dieser Alarm erscheint, wenn die Steuerung die gewünschte Geschwindigkeit (Schwingweite) nicht halten kann, ohne die Schwingmagnete zu überlasten. Diese Alarmmeldung erscheint, wenn die Fördergeschwindigkeit weniger als die Hälfte der eingestellten Geschwindigkeit beträgt, aber der Förderer den vollen Strom erhält. Dies ist nicht unbedingt ein Fehler; die Ursache kann durch eine übermäßige Beladung des Förderers mit schweren Teilen verursacht werden. Weitere mögliche Gründe, weshalb der Förderer nicht frei schwingen kann, sind eine gebrochene oder lose Feder, der Luftspalt eines Magneten könnte mit Schmutz blockiert sein, oder andere mechanische Ursachen. Diese Alarmmeldung kann auch erscheinen, wenn ein schwer beladener Förderer sehr schnell gestartet wird. Es dauert dann eine Weile, bis der Förderer die gewünschte Geschwindigkeit erreicht, obwohl er den vollen Strom zieht.

Abhilfe:

  1. Die Beladung des Förderers reduzieren

  2. Die Sanftanlaufzeit und evtl. die Dämpfung auf einen höheren Parameterwert einstellen. Diese hat keine nachteilige Wirkung auf die Inbetriebnahme, da die Beladung der Begrenzungsfaktor der Startgeschwindigkeit ist

  3. Prüfen, ob der Förderer frei schwingen kann

  4. Die Federn überprüfen. Bei Bedarf die Federn ersetzen und neu anziehen sowie den Luftspalt der Magnete reinigen

  5. Prüfen, ob es noch weitere mechanische Ursachen am Förderer gibt, die ein freies Schwingen behindern

Resonanzfrequenz nicht gefunden

Dieser Fehler tritt beim Kalibrieren auf, wenn die Steuerung die Resonanzfrequenz des Förderers nicht finden kann.

Abhilfe:

  1. Prüfen, ob der Förderer frei schwingen kann und leer ist

  2. Die Federn überprüfen. Bei Bedarf die Federn ersetzen und neu anziehen, sowie den Luftspalt der Magnete reinigen und neu einstellen

  3. Die Stromeinstellung des Steuergeräts überprüfen und entsprechend dem Förderer richtig einstellen

Nachdem die oben beschriebenen Prüfungen durchgeführt wurden, versuchen Sie den Förderer neu zu kalibrieren.

Resonanzmaximum nicht gefunden

Dieser Fehler tritt beim Kalibrieren auf, wenn die Steuerung die Frequenz in Bezug auf den Förderer nicht optimal justieren kann.

Abhilfe:

  1. Prüfen, ob der Förderer frei schwingen kann, und leer ist

  2. Die Federn überprüfen. Bei Bedarf die Federn ersetzen und neu anziehen, sowie den Luftspalt der Magnete reinigen

  3. Die Stromeinstellung des Steuergerätes überprüfen und entsprechend dem Förderer richtig einstellen

Nachdem die oben beschriebenen Prüfungen durchgeführt wurden, versuchen Sie den Förderer neu zu kalibrieren.

Offsetfehler Spannungsmessung

Dies ist ein Selbstdiagnosefehler und kommt nur in Verbindung mit dem Kalibrierverfahren vor, d.h. wenn derart schwere Fehler in den Messkreisen vorhanden sind, dass sie von der automatischen Offset-Einstellung nicht ausgeglichen werden können.

Abhilfe:

  1. Führen Sie eine neue Kalibrierung durch

  2. Kontaktieren Sie den Kundenservice

Offsetfehler Strommessung

Dies ist ein Selbstdiagnosefehler und kommt nur in Verbindung mit dem Kalibrierverfahren vor, d.h. wenn derart schwere Fehler in den Messkreisen vorhanden sind, dass sie von der automatischen Offset-Einstellung nicht ausgeglichen werden können.

Abhilfe:

  1. Führen Sie eine neue Kalibrierung durch

  2. Kontaktieren Sie den Kundenservice

Offsetfehler Ablehnung gemeinsamer Betriebsart Modus Abstandsmessung

Dies ist ein Selbstdiagnosefehler und kommt nur in Verbindung mit dem Kalibrierverfahren vor, d.h. wenn derart schwere Fehler in den Messkreisen vorhanden sind, dass sie von der automatischen Offset-Einstellung nicht ausgeglichen werden können.

Abhilfe:

  1. Führen Sie eine neue Kalibrierung durch

  2. Kontaktieren Sie den Kundenservice

Magnetkernsättigung nicht gefunden

Dies ist ein Selbstdiagnosefehler, der nur in Verbindung mit dem Kalibrierverfahren vorkommt. Der Fehler erscheint, wenn die Steuerung die Magnetkernsättigung in Bezug auf den Förderer nicht ausgleichen kann.

Abhilfe:

  1. Führen Sie eine neue Kalibrierung durch

  2. Stellen Sie sicher, dass der Luftspalt der Magnet richtig eingestellt und nicht mit Metallspänen blockiert ist

  3. Stellen Sie sicher, dass die Magnete festsitzen