Geräteeinstellung¶
Leistungsausgang¶
Zur Einstellung der Ausgangsspannung verfügt das EBC10 über ein Drehpotentiometer auf der Vorderseite. Dies ermöglicht die Einstellung zwischen 0…100 % im eingestellten Spannungsbereich. Das Gerät muss über die internen Potentiometer auf den jeweiligen Antrieb angepasst werden.
Einstellen der maximalen Drehzahl (R6)¶
Diese Einstellung muss mit einem Drehzahlmesser durchgeführt werden, die Nenndrehzahl ist dem Typenschild des Motors zu entnehmen. Die Höhe der Ankerspannung sagt nur bedingt etwas über die Drehzahl aus, da die Drehzahl auch von der Feldspannung abhängig ist, und diese ergibt sich aus der Höhe der örtlich vorhandenen Netzspannung. Ist keine Möglichkeit gegeben, die Drehzahl direkt an der Motorwelle zu erfassen, kann dies auch an der Welle des Bandes geschehen. Das für die Umrechnung erforderliche Untersetzungsverhältnis ist auf dem Getriebe vermerkt.
Einstellen der minimalen Drehzahl (R1)¶
Die minimale Drehzahl darf ¼ der maximalen Drehzahl nicht unterschreiten, da sonst eine ausreichende Kühlung für den Antriebsmotor nicht mehr gewährleistet ist. Die kleinste zulässige Drehzahl ergibt sich aus der im Typenschild des Motors angegebenen maximalen Drehzahl.
Einstellen des maximalen Ankerstromes (R7)¶
Die richtige Einstellung des Ankerstromes garantiert die volle Standzeit des Antriebes und einen minimalen Verschleiß der Kohlebürsten. Die Messung erfordert ein Messgerät für ECHT - EFFEKTIV - WERT (TRUERMS), Zangenanleger sind in der Regel dafür nicht geeignet. Eine Strommessung in der Netzzuleitung ist zulässig, wenn der Feldstrom berücksichtigt wird.
Der Stromgrenzwert errechnet sich aus: Motornennstrom / Formfaktor
Den Motornennstrom zeigt das Typenschild, der Formfaktor ist im Normalfall 1,4. Für einen Motornennstrom von 3 Amp. errechnet sich der Stromgrenzwert 3 / 1,4 = 2,15 Amp. Der Formfaktor verbessert sich auf den Faktor 1,1, wenn eine Drossel in die Ankerkreisleitung eingeschliffen wird. Der Stromgrenzwert beträgt in diesem Fall 3 / 1,1 = 2,73 Amp
Einstellen der Beschleunigungs- und Bremsverzögerungszeiten (R2/R3)¶
Die einstellbare Beschleunigungs- und Bremsverzögerung gestattet das Anpassen des Antriebes an die jeweilige Anwendung. Schwere Lasten können dadurch auf die gewünschte Bandgeschwindigkeit beschleunigt werden, ohne den Antrieb zu überlasten, empfindliche oder kippgefährdete Güter sind geführt zu beschleunigen oder zum Stillstand zu bringen.
Einstellen der IxR - Kompensation (R5)¶
Da die Standardantriebe ohne Tachogenerator betrieben werden, die eingestellte Drehzahl aber möglichst stabil bleiben soll, ist das Steuergerät mit einer Kompensation ausgestattet. Mit dem Ansteigen des Ankerstromes wird automatisch der Sollwert erhöht. Das Maß dieser Erhöhung bestimmt die Einstellung des Trimmpotentiometers I x R. Die optimale Einstellung ist von der Dynamik der Fördereinrichtung abhängig. Das Trimmpotentiometers ist so zu verstellen, bis der Antrieb bei wechselnder Last die Drehzahl hält. Erhöht sich die Drehzahl bei steigender Last, ist der Einfluss der Kompensation zu hoch und muss verringert werden.
Einstellen des Regelverhaltens (R4)¶
Der Eingriff in die dynamische Rückführung des PI - Reglers wird von der Stellung des Trimmpotentiometers PI bestimmt. Bei richtiger Einstellung und ganz zurückgenommener Beschleunigungs- und Bremsverzögerung läuft der Antrieb nach Netzeinschaltung oder externer Freigabe kontinuierlich auf die gewählte Drehzahl hoch und verbleibt dort. Ist der Eingriff zu groß, ändert sich die Drehzahl nach dem Hochlaufen zyklisch. Ist der Eingriff zu klein, schwingt der Antrieb über, das bedeutet, der Antrieb läuft nach dem Start zunächst auf eine höhere Drehzahl als gewünscht und nimmt dann erst die richtige Drehzahl auf.